Täglich kommen derzeit tausende Flüchtlinge in Europa, z.B. auf dem Münchner Hauptbahnhof an. Es ist zwar schön zu sehen, dass jetzt endlich eine Art Willkommenskultur sichtbar wird. Doch den Ankommenden zuzuwinken ist einfach. Was danach folgt, wird noch eine sehr große Herausforderung. weiterlesen
LINKS und RECHTS – NUHR ein bisschen Verblödung
das „politische Spektrum“ und die dunkle Seite der Dialektik
Dieter Nuhr erzählt süffisant, dass sich die Flüchtlinge ausgerechnet „uns, den Kapitalismus“ ausgesucht hätten und nicht die Kubas und Venezuelas dieser Welt, „wo Frau Wagenknechts Kollegen an der Macht sind“. Es sei ein „harter Schlag für Frau Wagenknecht und ihre Freunde“, dass ausgerechnet der menschenverachtende Kapitalismus der letzte Fluchtort für diese Menschen ist. „Die fliehen ja quasi aus der Menschlichkeit der islamischen Familiengesellschaft … in das Elend des beschleunigten Turbokapiatlismus.“ [Das Erste] Er nennt das deutsche Wirtschaftssystem also „Turbokapitalismus“ und wirft alles was jemals jemand als „links“ bezeichnet hat in einen Pott.
Nuhrs Meinung ist zwar insgesamt recht unrelevant. Was er sagt ist aber wieder einmal ein Beleg für die Verdummung, die die Einteilung des politischen Spektrums in links und rechts anrichtet. weiterlesen
Dobrinth will den Weg für private Gewinne aus Infrastruktur ebnen
Ganz im Sinne von „Investoren“ wie dem Black-Rock-Fond, von dem sich die Bundesregierung beraten lässt, will Verkehrsminister Dobrinth laut Focus jetzt eine „Bundesautobahngesellschaft“ gründen und den Ländern ihre Kompetenzen im Straßenbau entziehen. Er begründet das damit, dass deren Genehmigungsverfahren zu langsam wären. Tatsächlich dürfte es dabei aber eher darum gehen, jeglichen Widerspruch bei den Privaten Investitionen und Gewinnabschöpfungen aus dem deutschen Staßennetz gehen. weiterlesen
Griechenland rettet sich mit „Bad Greece“
Eine Kurzmeldung zum Schmunzeln, aber auch zum Erkennen der Absurdität der Werte der Europäischen Politik: Gerettet! Griechenland gründet „Bad Greece“, in der alle Schulden ausgelagert werden.
Finanzkrise, Staatsschuldendesaster – wo ist der Ausweg?
Vielen Dank für die viele positive Resonanz auf die Artikel über die Schulden-/ Vermögensverteilung und die Entstehung von Geld durch Schulden. Die vielen Fragen nach Auswegen möchte ich in diesem Artikel beantworten.
Auswege
Auswege innerhalb des „Schuldgelds“
Die bisherige Wirtschaftswissenschaft besteht selbstverständlich nicht nur aus Ignoranten, die Volkswirtschaft auf eine Betriebswirtschafts-Perspektive reduzieren. Es gab und gibt darin durchaus Menschen, die weiter denken und es gab in der Geschichte auch Maßnahmen, die das aktuelle System annähernd nachhaltig machten. weiterlesen
Volker Pispers erklärt treffend den heutigen Kapitalismus
Wer einmal in 40 Minuten die wesentlichen Absurditäten der heutigen Wirtschaftstheorie und -praxis auf humoristische Art aufbereitet sehen/ hören will, dem sei Volker Pispers „bis neulich“ Episode empfohlen. Er nennt es Kapitalismus, man muss das was da heute passiert aber klar von z.B. dem trennen, was Marktwirtschaft eigentlich bedeuten würde. Das heute hat auch mit dem, was Adam Smith einmal ersonnen hat, nicht mehr viel zu tun.
Sein Kabbarett-Auftritt lief im WDR und auf 3Sat, ist aber leider dort nicht mehr in der Mediathek verfügbar. Aber auf Youtube kann man sie sich ansehen: weiterlesen
Schuldenverteilung – Vermögensverteilung
Wie im Artikel Schulden sind die Guthaben der Vermögen nachzulesen ist Geld heute faktisch als Schuld definiert und jedem Geldvermögen stehen Schulden in gleicher Höhe gegenüber. In diesem Beitrag geht es nun darum, wer was hat bzw. trägt und wie sinnvoll das gesamtwirtschaftlich ist.
Aus den Daten der Bundesbank von 2010 ergibt sich also folgende Verteilung auf Haushaltsarten: weiterlesen
Exempel an Griechenland?
Griechenland am Ende? Quelle: Wiki Commons
„Alexis Tsipras hat sein Volk betrogen. Zu Beginn des Jahres war er mit dem Versprechen angetreten, Griechenland in der Eurozone zu halten und die Gläubiger zu Änderungen der Zahlungsbedingungen zu bewegen. Doch seine weitreichenden Sozialprogramme sind mit den Forderungen der Gläubiger nicht unter einen Hut zu bringen. Tsipras hätte schon im April oder Mai zurücktreten müssen, um eine Regierung an die Reihe zu lassen, die sich mit Europa hätte einigen können. Stattdessen ging er bis zum bitteren Ende und hatte sogar noch die Dreistigkeit, ein völlig überflüssiges Referendum auszurufen. Vielleicht verstehen die Griechen nun endlich, dass Tsipras die Fähigkeiten für den Job als Regierungschef abgehen.“
Doch hat Tsipras tasächlich sein Volk betrogen? Ja, Prof. Heiner Flassbeck hatte Tsipras bereits vor seinem Amtsantritt vorausgesagt, dass seine Möglichkeiten sehr begrenzt sind: weiterlesen
Abseits der Falschdarstellungen: Was Griechenlands Wirtschaftsminister wirklich vorschlägt
„Das einzige Gegenmittel gegen Propaganda und bösartige „Lecks“ ist die Transparenz.Nach so viel Desinformation auf meiner Präsentation auf der Eurogruppe von der Lage der griechischen Regierung ist die einzige Antwort, die genauen Worte, so wie sie geäußert wurden, zu posten. Lesen Sie sie und urteilen Sie selbst, ob die Vorschläge der griechischen Regierung eine Grundlage für eine Einigung bilden.“ Mit diesen Worten beginnt die Veröffentlichung von Ynis Varoufakis auf seinem Blog.
Yanis Varoufakis, Wirtschaftsminister Griechenland, Quelle: Wiki Commons
Hier die Veröffentlichung von Yanis Varoufakis.
Übersetzung (durch Google, ist nicht wirklich gut, aber verständlich) weiterlesen
FED: Geld drucken vergrößert die Schere zwischen Arm und Reich
Die amerikanische Notenbank FED sagt in einer Studie zwar, die Geldpolitik sei nicht zur Umverteilung gedacht, räumt nun aber öffentlich ein: „Allerdings ist es wahrscheinlich unmöglich die Konsequenzen der Umverteilung der Geldpolitik zu vermeiden.“ Im Artikel in Finanzen100 heißt es weiter: „Manchen Experten dürfte es „schockieren“ zu hören, dass vom Kauf wertloser Papiere, um die Kurse in den Himmel zu treiben, das obere eine Prozent der Bevölkerung profitiert, das mehr Papiere besitzt als die anderen 99 Prozent zusammen.“