Category Archives: Schulden

Arbeitslosenquote in Deutschland, Spanien, Griechenland, Italien, Portugal

Warum ist Deutschland erfolgreicher als der Rest des Westens? Und: Die ganze Wahrheit über Ihr Einkommen

War die Agenda 2010-Politik erfolgreich?

War die Agenda 2010 erfolgreich? Das scheint eine Kernfrage zu sein, um die sich der Bundestags-Wahlkampf 2017 dreht. Nun,  dazu gehört eine zweite Frage: Für wen oder was war sie erfolgreich?

Reduziert auf eine einzige Zahl ja…

Auf den ersten Blick hat Deutschland alles richtig gemacht. Im Vergleich zu dem Rest Europas und den USA hat man an Konkurrenzfähigkeit gewonnen und erzielt immer höhere Exportüberschüsse. Die Arbeitslosenquote ist nominell ebenfalls relativ niedrig. Das sagt der Lobbyverband „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“: Vor der Agenda 2010 war das: 5,3% Arbeitslosigkeit (4,86 Mio.). Heute sei die Arbeitslosigkeit halbiert, 2016 lag sie bei 2,8 Millionen.

Nun, sehen wir uns das doch mal genauer an. Die  Agenda 2010 wurde 2003 bis 2005 umgesetzt. Seit 2005 ist tatsächlich die Arbeitslosigkeit in Deutschland gesunken. Im Europäischen Ausland genauso, das war also konjunkturell bedingt. Ab 2008 ist sie aber bei den Europäischen Nachbarn massiv gestiegen. Gibt es da einen Zusammenhang? weiterlesen

Kuh vom Eis holen

Die Kuh auf dem Eis – Versagen der Weltpolitik und speziell der deutschen

Eine Kuh ist im Winter aus dem Stall entwischt. Als der Bauer sie sucht, muss er feststellen, dass sie auf dem Eis des Dorfweihers steht. Am Weiher steht auch eine kleine Menschentraube, die aus dem Tagungshaus herausgelaufen war und angeregt diskutiert. Der Bauer geht zu den Leuten, vielleicht haben diese ja schon eine Idee, was zu tun wäre. Er fragt: Sie haben ja schon eine Weile diskutiert, wie können wir die Kuh vom Eis kriegen? weiterlesen

Wolfgang Schäuble

Herr Schäuble, Ihre Politik ist unseriös und zerstört die Wettbewerbsfähigkeit Europas!

Sehr geehrter Herr Schäuble,

bei allem Respekt für all den Aufwand, den Sie in ihrer politischen Karriere schon geleistet haben, es muss jetzt ausgesprochen werden, denn für Europa und andere Teile der Welt führt Ihre Politik in eine immer größere Katastrophe.

Wolfgang Schäuble

Wolfgang Schäuble und Angela Merkel, Quelle: Tobias Koch, OTRS, WikiCommons 2014

Die fatalte Politik, unten weiter ausgeführt, beruht im Wesentlichen auf Fehleinschätzungen, die aus betriebswirtschaftlicher Sicht kommen. Wirtschaftspolitik aber muss das Ganze im Blick haben und die Zusammenhänge berücksichtigen. Sie muss auf Volkswirtschaft beruhen, Ethik und Soziologie will ich in diesem Text erst gar nicht erst ins Feld führen. Im Einzenen: weiterlesen

Reichtumsuhr, Hannover. Quelle: WikiCommons, Bernd Schwabe

62 Menschen haben so viel Vermögen wie die Hälfte der Menschheit

Vor gut einem Jahr meldete Oxfam, dass die reichsten 85 Menschen so viel Vermögen besitzen wie die Hälfte der Menschheit. Nach ihrem aktuellen Bericht besitzen inzwischen 62 Personen so viel wie die 3,6 Millarden Menschen. Eine sehr gute Zusammenfassung finden Sie bei Telepolis.

In einer unreflektierten Wirtschaftstheorie ist großer Reichtum von Einzelpersonen kein Problem und in Wahlprogrammen werden sie gerne als „Leistungsträger“ der Gesellschaft bezeichnet.

In einer Welt mit begrenzten Ressourcen jedoch bedeutet unermesslicher Reichtum Einzelner, dass viele andere Menschen weniger haben. weiterlesen

By World Economic Forum (Commons) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Systematische Tötung der Freiheit unterhalb der Wahrnehmungsschwelle

Für Viele sind all die Meldungen harmlos und unter der Wahrnehmungsgrenze. Doch was gerade passiert ergibt einen größeren Zusammenhang, der absolut alarmierend ist.

Die Börse reagiert auf die EZB – bevor sie etwas entschieden hat?

Am 3.12. hat die Europäische Zentralbank (EZB) das Erwartete getan, sie hat die Zinsen nicht erhöht und das „Quantitative Easing“ um 1 Jahr verlängert – Berfürchtungen, die EZB könnte der US-Zentralbank folgen und den Leitzins anheben, wurden nicht bestätigt. Die EZB-Entscheidung hätte zum Anstieg des Aktienindex und zum Fall des Euro führen müssen. Aber der Dax brach um fast 4 Prozentpunkte ein und der Euro stieg um 4 Cent. Das alles macht keinen wirklichen Sinn, auch wenn nun behauptet wird, die Anleger hätten „mehr erwartet“. Doch noch bemerkenswerter ist, dass der Dax bereits einbrach (ab ca. 13:30), BEVOR die Entscheidung der EZB bekannt wurde (14:30) [Tagesthemen 3.12.15]. Das wird die Aufsichtsbehörde noch beschäftigen. weiterlesen

ARD Bericht „Staatsgeheimnis Bankenrettung“

ARD Bericht „Staatsgeheimnis Bankenrettung“ – Kurzmeldung

Der preisgekrönte Wirtschaftsjournalist Harald Schumann hat eine Dokumentation geschaffen, die ein weiteres mal klar macht: Es ist NICHT der Wohlfahrtsstaat, der die Staatsschuldenkrise in Europa verursacht hat! Sondern Es war die Skrupellosigkeit von Spekulanten und einer Finanz“elite“, die ihre Fehlinvestitionen zu Staatsschulden gemacht haben. weiterlesen

Finanzamt Berlin

Steuern verschlimmern die falsche Vermögensverteilung und Einkommensverteilung

Die Leistungsträger sollen nicht durch eine Reichensteuer vor den Kopf gestoßen werden, so hat sich Horst Seehofer einmal geäußert. Aber Fakt ist: „Reiche“ beziehen nur einen minimalen Anteil ihres Einkommens aus Arbeit und die „Reichensteuer“ die er kommentierte wäre wieder nur eine Arbeitsbesteuerung gewesen. Betrachten wir die realen Steuersätze eines mittelständischen Arbeitnehmers mit dem Steuersatz eines wirklich Reichen anhand der Daten des Statistischen Bundesamtes:

  • real bezahlter Steuersatz Leistungsträger: ø35% + Sozialversicherung + Arbeitgeberanteil.
  • realer Steuersatz „Reicher“: 2% (Durchschnitt)

Die Begriffe und die Steuersätze werden also völlig verdreht. Fakten und Berechnung weiter unten.

Durch die u.a. in diesem Artikel aufgezeigte Schulden- und Vermögensverteilung werden die Vermögenseinkommen und Schuldenzahlungen ungleich verteilt (sie verhalten sich proportional zum Vermögen).

Wie geht unser Steuerrecht damit um? Es verschlimmert die falschen Verhältnisse. Warum, lesen Sie im folgenden Beitrag…

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Inflation und Geld drucken - es war einmal

Inflation – Offenbarungseid der Wirtschaftstheorie und der Zentralbanken

Im August 2015 ist die Inflationsrate wieder einmal „überraschend“auf 0,1% gefallen und die EZB ist von ihrem Inflationsziel von 2% meilenweit entfernt, trotzdem sie im „Quantitative Easing“ 1,6 Billionen Euro an Staatspapieren von den Banken abkauft und so deren Zentralbankguthaben erhöht.

8 Billionen neues Geld und kein Wirtschaftswachstum

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Sachwerte

Finanzkrise, Staatsschuldendesaster – wo ist der Ausweg?

Vielen Dank für die viele positive Resonanz auf die Artikel über die Schulden-/ Vermögensverteilung und die Entstehung von Geld durch Schulden. Die vielen Fragen nach Auswegen möchte ich in diesem Artikel beantworten.

Auswege

Auswege innerhalb des „Schuldgelds“

Die bisherige Wirtschaftswissenschaft besteht selbstverständlich nicht nur aus Ignoranten, die Volkswirtschaft auf eine Betriebswirtschafts-Perspektive reduzieren. Es gab und gibt darin durchaus Menschen, die weiter denken und es gab in der Geschichte auch Maßnahmen, die das aktuelle System annähernd nachhaltig machten. weiterlesen